Rechte und Pflichten

Berufsbildungsgesetz

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) regelt in Deutschland die Berufsausbildung. Hier werden die Rechte und Pflichten der Ausbilder und Auszubildenden dargestellt. Darüber hinaus werden nachfolgende Themenfelder im BBiG geregelt: 

  • Ausbildungsvertrag (§ 10 BBiG);
  • Führen eines Ausbildungsnachweises (§ 14 Abs. 1 Nr. 4 BBiG);
  • Vergütung (§ 17 - 19 BBiG);
  • Prüfungswesen (§ 37 - 50 BBiG);
  • Interessensvertretung (§ 51 BBiG);
  • berufliche Umschulung (§ 58 - 63 BBiG).

Das Berufsbildungsgesetz können Sie hier downloaden.

Ausbildungsvertrag

Mit dem Antreten eines Ausbildungsverhältnisses und dem Unterschreiben des Berufsausbildungsvertrages werden Rahmenbedingungen zwischen dem Ausbildungsbetrieb und den Auszubildenden festgelegt:

  • Beginn und Dauer der Ausbildung;
  • Ausbildungsziel und -verlauf;
  • Ausbildungsvergütung;
  • Kündigungsmöglichkeiten sowie
  • Urlaubsregelungen und tägliche Arbeitszeitregelungen.

Auch die Vereinbarungen über die Probezeit sind im Berufsausbildungsvertrag geregelt.

Meistens wird für die Ausbildungsverträge das Formular der örtlichen IHK verwendet. Gleichzeitig wird das neue Ausbildungsverhältnis bei der IHK angemeldet.

Hier können Sie sich ein Blanko-Formular der IHK Hannover downloaden. Viele IHK´n haben auf ihren Seiten ebenfalls diese Formulare zum Downloaden bereitgestellt.

Führen eines Ausbildungsnachweises

Das Führen eines Ausbildungsnachweises (Berichtsheftes) ist im Berufsbildungsgesetz vorgeschrieben, d. h., es gelten folgende Verpflichtungen:

  • Auszubildende führen während der gesamten Ausbildungsdauer einen Ausbildungsnachweis;
  • Ausbilder haben die Auszubildenden zum Führen von schriftlichen Ausbildungsnachweisen anzuhalten (§ 14 Abs. 1 Nr. 4 BBiG).

Das Ausbildungsunternehmen ist verpflichtet, das Berichtsheft kostenfrei zur Verfügung zu stellen (§ 14 Nr. 3 BBiG). Berichtshefte sind im Fachbuchhandel erhältlich oder werden direkt vom Unternehmen bereitgestellt.

Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV)

Eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) kann in Betrieben mit mindestens 5 Arbeitnehmern, die entweder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder sich in der Berufsausbildung befinden und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gewählt werden.

Im Unternehmen muss ein  Betriebsrat bestehen.

Die Aufgaben und weitere Informationen zur JAV haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Seminarsuche

Ansprechpartner beim BWV Bildungsverband

Dorothea Schneider

089 922001-840

Melanie Schuster

089 922001-846

Katharina Spangler

089 922001-848

© 2011 BWV Bildungsverband