
Berufsbildungsbericht 2026 veröffentlicht
„Die berufliche Aus- und Fortbildung ist für die Unternehmen und die kommenden Generationen von zentraler Bedeutung für die Fachkräftesicherung und -entwicklung und für den Einstieg in das Erwerbsleben“, betont der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in seiner Stellungnahme zum Berufsbildungsbericht 2026 des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
Der aktuelle Berufsbildungsbericht 2026, der im vergangenen Monat erschienen ist, weist 461.000 neu abgeschlossene betriebliche Ausbildungsverträge zum Stichtag 30.September 2025 aus. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 2,5 Prozent bzw. 12.000 Verträge. Zurückgegangen ist ebenfalls das Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen; es weist mit bundesweit 515.300 ein Minus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.
Zugleich zeigt der Berufsbildungsbericht deutliche Schwierigkeiten bei der Passfähigkeit: Die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen ist 2025 mit 54.400 erneut gesunken; der Anteil der noch eine Ausbildungsstelle suchenden Bewerber:innen ist jedoch auf 84.400 angestiegen.
BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser benennt vor diesem Hintergrund politischen Handlungsbedarf und betont: „In Zukunft muss es uns besser gelingen, die Angebote der beruflichen Bildung zielgenauer auf die Lernvoraussetzungen derjenigen auszurichten, die wir in Aus- und Weiterbildung bringen wollen.“
Ausbildungserhebung mit spezifischen Kennzahlen der Versicherungsbranche
Der Berufsbildungsbericht des BMBFSFJ beschreibt jährlich die zentralen Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt über alle Branchen hinweg. Konkrete Kennzahlen für die Versicherungsbranche zeigt ergänzend unsere gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland durchgeführte Ausbildungserhebung, die wir voraussichtlich Anfang August veröffentlichen werden.
